Montag, 18. Mai 2009

Kooperative Unternehmungen als Teil einer Solidarischen Ökonomie

21.-24.7.: Basis-Seminar
Ein Seminar der Bewegungsakademie e.V. und der innova eG im Verdener Ökozentrum (Nähe Bremen/ Hannover). - Vertiefungsseminare ab August -

Die aktuelle Wirtschaftskrise ruft nach dem Aufbau einer neuen, menschen- und umweltgerechten Ökonomie. Für eine solche Solidarische Ökonomie braucht es kooperativ arbeitende Unternehmen. Der große Erfahrungsschatz der Alternativen Ökonomie und neuerer Unternehmungen hierzulande sowie der internationalen Genossenschaftsbewegung und Bewegungen für eine Solidarische Ökonomie gibt uns vielfältige Hinweise über die Möglichkeiten und Herausforderungen solidarischen Wirtschaftens. Dieses Basis-Seminar vermittelt Grundlagenwissen für die Gründung und den Aufbau kooperativ wirtschaftender Unternehmen und Projekte. Im Anschluss kann eine 4-teilige Fortbildung besucht werden. Die einzelnen Seminare sind je nach Bedarf und Interessen auch individuell kombinierbar.
Infos und Anmeldung an: Hans-Gerd Nottenbohm: 0231/ 16 20 41; hans-gerd.nottenbohm@innova-eg.de oder Dagmar Embshoff (ab 25.5.): 04231/ 957-512; embshoff@bewegungsakademie.de

Wir schließen alle Lager!

Zur Debatte um die Abschaffung der Flüchtlingslager in Bayern
Vortrag und Kurzfilmbeiträge von der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrantlnnen - 29. Mai 09, 20 Uhr
Kulturladen Westend, Ligsalzstraße 44, München

In Bayern werden 7.600 Menschen per Gesetz gezwungen, in Lagern zu leben. Nach dem Gesetz soll die zwangsweise Unterbringung die »Bereitschaft zur Rückkehr« fördern.
Lagerunterbringung bedeutet Entrechtung, Ausgrenzung und Isolation. Es gibt keine Privatsphäre, bis zu 8 Personen müssen sich ein Zimmer teilen. Viele Flüchtlinge werden in unwirtliche Orte in der tiefsten bayerischen Provinz verbannt. Flüchtlinge und antirassistische Gruppen wehren sich seit Jahren gegen die menschenunwürdigen Zustände und kämpfen für die Abschaffung des Lagerzwangs. Seit Herbst 2008 hat sich einiges getan: Einige der schlimmsten Lager – zum Beispiel die Waldmeisterstraße und die Rosenheimer Straße in München – wurden durch öffentlichen Druck geschlossen. Im kommenden Sommer entscheidet der bayerische Landtag über die Zukunft der Unterbringung von Flüchtlingen.
Das bayernweite Netzwerk »Deutschland Lagerland« ruft deshalb unter dem Motto »Lagerschlussverkauf« vom 11. bis 14. Juni auf zu Anti-Lager-Aktionstagen in München. Das Ziel: Schließung aller Lager – freie Wohnortwahl, Bewegungsfreiheit und Recht auf menschenwürdiges Wohnen für Alle. Ohne faulen Kompromiss.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Karawane, Ökumenischem Büro und Kulturladen Westend
Oekumenisches Buero fuer Frieden und Gerechtigkeit e.V.
http://www.oeku-buero.de

Radio Lora braucht Unterstützung

Die Programmfördermittel von Radio LORA-München wurden dieses Jahr erheblich gekürzt. Um die Finanzierungslücke wieder schließen und unser Programm in gewohnter Weise fortführen zu können, benötigen wir etwa 200 neue Mitglieder und Förderer.
Eine Mitgliedschaft im gemeinnützigen Lora Förderverein kostet 40 Euro im Jahr. Und natürlich freuen wir uns auch über Spenden (Stadtsparkasse München; BLZ 701 500 00, Kto-Nr. 88 150 115).

Seit 1993 ist LORA München ein politisch unabhängiges und nicht kommerzielles, alternatives Wortradio bzw. Bürgerradio für München und Umgebung mit den Schwerpunkten Soziales, Lokales, Ökologie, Eine Welt und multikulturelles Miteinander. LORA München versteht sich nach Satzung, im Programmangebot und in der ehrenamtlichen Ausrichtung als Bürgerradio bzw. als Forum für gesellschaftlich engagierte, lokale Initiativen, Organisationen, Institutionen und im Sendegebiet lebende Menschen. Über 200 ehrenamtliche Mitarbeiter in über 30 Redaktionen bemühen sich tagtäglich, kritische Gegenöffentlichkeit herzustellen.
LORA München sieht seinen besonderen Auftrag darin, diesen Gruppen und Menschen die Möglichkeit zu bieten, ihre Ziele und ihre Arbeit im Radio darzustellen sowie ihre Sichtweisen und ihre Themen im Medium Radio zu präsentieren.

In diesem Sinne sind bei LORA München über 30 Vereine und Initiativen redaktionell tätig zum Beispiel Amnesty München, Attac München, Bund Naturschutz, Verdi-Frauen, Fian, Greenpeace München, Mehr Demokratie, Nord-Süd-Forum, Deutsche Friedensgesellschaft, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, Munich American Peace Committee, Mieterverein München, Eine-Welt-Haus, Aidshilfe, Münchner Forum, Aida und noch viele andere.
Für engagierte Mitarbeit steht LORA jedem offen. Der Sender ist Montag bis Freitag 17 bis 24 Uhr auf UKW 92.4 MHz und im Münchner Kabelnetz auf 96.75 MHz zu hören.

Unser Sendeschema, die Satzung des Lora-Fördervereins sowie die Beitrittserklärung zum Förderverein findet ihr auf der website.
Radio Lora München, Gravelottestr. 6, 81667 München
www.lora924.de, buero@lora924.de, Tel. 089-48952304
Fax. 089-4802852

Mittwoch, 13. Mai 2009

attac-ag solidarische Ökonomie

Vom 15. - 17. Mai trifft sich die AG Solidarische Ökonomie in der Villa Locumuna in Kassel. Ein Schwerpunkt wird die Planung unserer Marcora - Kampagne sein.
Für Rückfragen und (notwendige) Anmeldung: Giuliana Giorgi (giorgi[at]online.de).
Datum/Uhrzeit: 15.05 18:00 - 17.05 bis 14:00

Dienstag, 12. Mai 2009

Gelebte Alternativen

der Berliner Büchertisch startet am 14. Mai 2009 um 19.30 Uhr

eine neue Veranstaltungsreihe. Es sollen Menschen zu Wort und
miteinander ins Gespräch kommen, die auf verschiedenen Gebieten versuchen, eine Alternative zu leben.

Zur ersten Veranstaltung werden folgende Gäste erwartet:
HEIDEMARIE SCHWERMER, Mitbegründerin von Gib-und-Nimm, einem der ersten Tauschkreise in Deutschland. Seit 12 Jahren lebt sie ohne Geld. N.N. aus dem Ökodorf Sieben Linden. Das Ökodorf versteht sich als Experimentierraum einer nachhaltigen Lebensweise.
RALF GÖLLING, Bauingenieur, Gründungsmitglied und Bewohner des Landhofs Schöneiche, einer Ökosiedlung im Osten Berlins.
ANA LICHTWER, Gründerin des Berliner Büchertisches, ein
Selbsthilfe-Projekt in Berlin, das die Möglichkeiten eines sozialen
Unternehmens auslotet.
ANNA SCHROLL, Fotografin. Sie hat ein Fotografie und Interview-Buch über elf "Gelebte Alternativen" in Deutschland verfasst. Das Buch gab den Anstoß, eine solche Veranstaltungsreihe ins Leben zu rufen.
Das Buch "Gelebte Alternativen" von Anna Schroll erhalten Sie in den Filialen des Berliner Büchertisches und in unserem Webshop:
www.berliner-buechertisch.com

Eine glücklichere Welt ist möglich

Neuerscheinung: Markus Jensch: Eine glücklichere Welt ist möglich
Globaler Kapitalismus um jeden Preis – wie lange noch und was danach? ISBN 978-3-930830-39-8 I 2009 I 182 Seiten I 16 €

So alt wie die Geschichte des Kapitalismus ist die Geschichte kritischer, sozialer Bewegungen: gewerkschaftliche und antikoloniale Kämpfe, parteikommunistischstaatskapitalistische Experimente, genossenschaftliche Wirtschaftsinitiativen, Nischen in Subkulturen sind hier zu nennen. Doch trotz spürbarer Erleichterungen hat uns langfristig die lebensfeindliche Dynamik der kapitalistischen Weltwirtschaft immer wieder eingeholt. Von dieser Dynamik lösen wir uns nur dann, wenn wir alternative Formen der Kooperation jenseits von Eigentum, Markt und Geld erfinden. Um die sonderbare Weise, in welcher das Eigentumsprinzip, der Markt und das Geld unseren Willen und unsere Kommunikation prägen, besser zu begreifen, folgt der Autor der Methode des größtmöglichen Vergleichs und erinnert an menschliche Gesellschaften, die weder Eigentum noch Markt noch Geld kennen. Das Buch schließt deshalb nicht mit fertigen Antworten, sondern mit einem Plädoyer für das, was die allzu häufig in Machtkämpfen und harscher Ideologiekritik gefangenen linken Bewegungen zu wenig pflegen: eine Alltagskultur utopischer Phantasie und sozialer Experimente.

AG SPAK Bücher
Holzheimer Str. 7
D- 89233 Neu-Ulm
fon 07308-919261
digital@gmx.com
www.agspak-buecher.de

Die Zukunft der „Sozialen Stadt“ – Strategien gegen soziale Spaltung und Armut in Kommunen

Zentrale Aufgabe der Kommunen im deutschen Modell „kommunaler Sozialstaatlichkeit“ ist es, sozial ausgewogene Lebensverhältnisse auf der örtlichen Ebene sicherzustellen. Als Folge des wirtschaftlichen und sozialen Wandels sind die Kommunen heute mit einer Zunahme sozialstruktureller und sozialräumlicher Spaltungsprozesse konfrontiert.Vor allem dem Problem der materiellen Armut kommt dabei wachsende Bedeutung zu.
Zugleich haben sich durch den Sozialstaatsumbau auf Bundesebene
die Handlungsbedingungen der Kommunen verändert.
Damit stellt sich die Frage, welche Rolle die Kommunen künftig
im föderalen Gesamtstaat spielen, welche Rolle die Kommunen
im Gesamtzusammenhang einer Politik der sozialen Integration
zur Erhaltung der sozialen Kohäsion spielen können und sollen.
Vor diesem Hintergrund haben viele Kommunen begonnen,
neue Leitbilder und Konzepte gegen soziale Spaltung und Armut
umzusetzen.Um die Teilhabe- und Verwirklichungschancen
aller Bürger zu sichern,muss die kommunale Armutsprävention
als Querschnittsaufgabe unter Beteiligung aller Ressorts und
unter Einbeziehung aller lokalen Akteure definiert werden.
Dabei spielen Ansätze einer integrierten Stadtentwicklung
ebenso wie Konzepte einer Armutsprävention im Rahmen der
kommunalen Sozialpolitik eine zentrale Rolle. Möglichkeiten
und Grenzen von Ansätzen einer Armutsprävention auf lokaler
Ebene sind bisher in der Fachdiskussion kaum thematisiert
worden. In dieser bundesweiten Fachtagung werden Expertinnen
und Experten der Stadtsoziologie, der Lokalen Politikforschung
und der Armutsforschung mit Vertreterinnen und
Vertretern der kommunalen Praxis den Fragen nachgehen:
- Inwieweit sind die Kommunen als lokaler Sozialstaat auch
künftig in der Lage, die Herausforderungen des wirtschaftlichen
und sozialen Wandels auf lokaler Ebene zu bewältigen?
- Wie kann – vor dem Hintergrund wachsender gesellschaftlicher
Spaltungsprozesse – eine Politik der Vermeidung und
Überwindung von sozialer Spaltung und Armut auf lokaler
Ebene erfolgreich umgesetzt und der soziale Zusammenhalt in
der Stadt gesichert werden?

Anmeldung und weitere Information: Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik
Hochschule Darmstadt
Adelungstrasse 51
64283 Darmstadt
Tel.: +49 (0)6151 16-8702 und -8516
Fax: +49 (0)6151 16-8990
Email: isasp@h-da.de
www.isasp.h-da.de

Donnerstag, 7. Mai 2009

16. Mai 2009

Der Protest geht weiter: Krisen-Demo in Berlin
Die Krisenproteste am 28. März waren der Anfang, jetzt geht es weiter. Unter dem Motto "Die Krise bekämpfen. Sozialpakt für Europa! Die Verursacher müssen zahlen" ruft der Europäische Gewerkschaftsbund zu europaweiten Protesten am 16. Mai auf. Attac unterstützt die Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Berlin -auf dass die Mosaik-Linke stark und sichtbar wird. Los geht es ab 11.30 Uhr am Breitscheidplat
zum Aufruf

Dienstag, 28. April 2009

"Wirtschaftliche Vernunft und soziale Verantwortung"

Europäische Konferenz zur Zukunft kleiner und mittlerer Unternehmen am 2. und 3. Mai 2009
im Gebäude des "Neuen Deutschland"
Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

Gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise werden milliardenschwere
Maßnahmen zur Rettung von Banken und Großunternehmen getroffen. Die Belange der unternehmerischen Mehrheit, der kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), bleiben jedoch vielfach unberücksichtigt.
98 Prozent der über 20 Millionen Unternehmen in der Europäischen Union sind KMU. Als Zulieferer, Einzelhändler, Handwerker und regionale Dienstleister bekommen sie die Wirtschafts- und Finanzkrise ebenso zu spüren, werden aber von Politik und Medien weitgehend ignoriert.
Insbesondere regional verwurzelte KMU sind eine bedeutende Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Wirtschaft. Sie sind in ihrer Umgebung bekannt und engagieren sich durch verlässliche Ausbildungs- und Arbeitsplätze und die Förderung regionaler Initiativen. Die neoliberale Ausrichtung der Wirtschaft zwingt diese KMU jedoch zunehmend in Abhängigkeit der Großunternehmen oder verdrängt sie gleich ganz vom Markt.
Unter dem Leitmotiv "Wirtschaftliche Vernunft und soziale Verantwortung" treffen sozial engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz Europa mit Wirtschaftswissenschaft und Politik zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam
1. Handlungsmöglichkeiten und Strategien für KMU in der Krise zu
diskutieren,
2. praxiserprobte, alternative Unternehmens- und Wirtschaftsformen kennenzulernen
3. gemeinsame Interessen und deren Umsetzung zu erörtern sowie
4. länderübergreifende Netzwerke zu schaffen.

Fragen? Kontakt erhalten Sie hier:
Organisationsteam KMU-Konferenz c/o OWUS Dachverband e.V.
Weydinger Straße 14-16, 10178 Berlin
contact@owus.de, Konferenzhotline: 030 22 77 30 87
http://www.owus.de/conference.html

2. Mai 2009 - V. Internationaler Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen

„Arbeit! Geißel der Menschheit! Verflucht seist Du bis ans Ende aller
Tage!“ - Demo um 13:00 Uhr, Senefelder Platz, Neu-Pankow. „Auch in diesem Jahr findet natürlich wieder die allseits beliebte Demonstration am internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen statt. Auch diesmal demonstrieren wir wieder gegen den Zwang zur Lohnarbeit, gegen sinnentfremdete Arbeit, gegen sinnlose Produkte, die die Menschen in die Konsumsucht und damit in die unterbezahlte Lohnarbeit treiben. Wir, das sind ein Netzwerk aus Bündnispartnern die sich durch ihre reflexiv-kritische Haltung gegenüber Arbeit, Kapitalismus und System
einen…“ Siehe „Die offizielle Infoseite für die 2. Mai-Demo 2009“
http://www.geissel-der-menschheit.de

Montag, 27. April 2009

Gerechtigkeit herstellen – kein Kind zurück lassen

Bündnis fordert 500 Euro Kindergrundsicherung
Berlin, 14. April 2009. Der Anteil armer oder von Armut bedrohter Kinder an der Bevölkerung nimmt in Deutschland seit Jahren zu. Aktuell sind mindestens 2,4 Millionen Kinder im Leistungsbezug. Nach Ansicht des Bündnisses KINDERGRUNDSICHERUNG führt dies zu einem großen Gerechtigkeitsproblem.
Christiane Reckmann (Präsidiumsmitglied des Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e. V. (AWO) und Vorsitzende des Zukunftsforum Familie e.V. (ZFF)) und Bündnispartner:
„Die Chancen auf ein gutes Aufwachsen sind in Deutschland von Geburt an höchst ungleich verteilt. Auch viele ökonomische Argumente sprechen dafür, in eine gute materielle Absicherung aller Kinder zu investieren. Denn sonst können Kinder weder voll am sozialen Leben teilhaben noch dem Arbeitsmarkt zukünftig
zur Verfügung stehen. Wir dürfen in Deutschland kein einziges Kind zurück lassen und müssen deshalb dieses Gerechtigkeitsproblem schnell und nachhaltig lösen!“
Das Bündnis weist dabei auf Widersprüche im gegenwärtigen Sozialsystem und Ungleichbehandlung von Kindern hin. Angesichts der Dimensionen des Problems der Kinderarmut reicht es nach Ansicht des Bündnisses nicht aus, an einzelnen Stellschrauben im bisherigen System zu drehen. Ulrich Thöne (Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)) führt aus: „Das Problem der Kinderarmut lässt sich weder über eine geringfügige Anhebung des Kindergeldes noch über die Ausweitung des Kinderzuschlags noch über die Erhöhung der Regelsätze in der Grundsicherung rasch, zielgerichtet und befriedigend lösen, denn Kinder brauchen mehr. Wir fordern demgegenüber den politischen Mut für eine problemadäquate Gesamtlösung und einen grundsätzlichen Systemwechsel – und dies ist die Kindergrundsicherung.“
Aktuell werden Kinder je nach Erwerbssituation ihrer Eltern höchst ungleich finanziell gefördert. Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG fordert daher eine Kindergrundsicherung zur Gleichbehandlung aller Kinder. Prof. Dr. Hans Bertram (Humboldt-Universität Berlin): „Unser Vorschlag
lautet, künftig alle Kinder mit einer Kindergrundsicherung in Höhe von 500 Euro monatlich abzusichern.
Damit wird der grundlegende Bedarf, den Kinder für ihr ufwachsen benötigen und den das Bundesverfassungsgericht festgehalten hat, aus öffentlichen Mitteln gedeckt.“
Die Grundsicherung soll bis zum 27. Lebensjahr gewährt werden, um den Abschluss einer entsprechenden Ausbildung zu gewährleisten. Die Kosten für das Modell können nach Ansicht des
Bündnisses größtenteils durch eine Umverteilung aus bereits vorhandenen Einnahmen finanziert werden.
Heinz Hilgers (Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB)) macht für das Bündnis abschließend deutlich: „Uns ist klar, dass der Wechsel vom System vieler undurchsichtiger monetärer Einzelmaßnahmen hin zu einer transparenten Kindergrundsicherung politischen Mut über Parteigrenzen und Legislaturperioden hinweg braucht. Wenn alle politischen Kräfte in Deutschland die Priorität ihrer Entscheidungen auf ein gerechtes und gutes Aufwachsen von Kindern legen, kann ein solcher Systemwechsel aber gelingen. Die Kindergrundsicherung ist eine konsequente und eine mutige Lösung. Weit mehr als 2,4 Millionen arme Kinder in Deutschland haben diesen Mut verdient!“
http://www.kinderarmut-hat-folgen.de/

Montag, 20. April 2009

Aufruf zur 2. Woche des Grundeinkommens vom 14. - 20.9.2009

Bedingungsloses Grundeinkommen
Eine Antwort auf die Krise – ein Weg in die Zukunft
Wir, die Unterzeichner, rufen dazu auf, bei der diesjährigen Aktionswoche zum bedingungslosen Grundeinkommen mitzuwirken. Zeichnen Sie den Aufruf mit und unterstützen Sie die Aktionswoche. Sie soll einen Beitrag dazu leisten, die Diskussion über die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Sie soll dabei helfen, aufzuzeigen, dass sich mit einem bedingungslosen Grundeinkommen im Rücken viele Fragen und Probleme, vor denen wir heute stehen, ganz anders darstellen würden. Gerade angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise ist das individuelle Recht auf ein Existenz sicherndes Grundeinkommen, das gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht, ein wichtiges Signal, das neue Chancen und Möglichkeiten eröffnet.
Interessierte können sich über die Website www.woche-des-grundeinkommens.eu informieren und ihre Aktivitäten dort veröffentlichen. Dort wird es bald möglich sein, online mitzuzeichnen. Die Seite dient zur Information über Veranstaltungstermine, als Ideenbörse sowie zum Austausch über Veranstaltungsformen – Events, Workshops, Vortragsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Demonstrationen, künstlerische Aktionen, Filmvorführungen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Neue Wege erfordern Engagement. Machen Sie mit, bringen Sie sich dort ein, wo Sie leben. Lassen Sie uns gemeinsam darüber nachdenken und diskutieren, welchen Beitrag ein bedingungsloses Grundeinkommen zu einem freiheitlich-demokratischen und solidarischen Zusammenleben leisten kann!
Unterzeichnende:
archiv-grundeinkommen
attac AG genug für alle
BGE-Initiative Nürnberg
Bürgerinitiative Bedingungsloses Grundeinkommen Berlin
Forum Grundeinkommen
Hamburger Netzwerk Grundeinkommen
Impuls Grundeinkommen Berlin
Initiative Freiheit statt Vollbeschäftigung
Initiative Grundeinkommen Bonn
Initiative Grundeinkommen Köln
Initiative Grundeinkommen München
Initiative Grundeinkommen Schweiz
Initiative Solidarisches Bürgergeld e.V., Weimar
Initiative Unternimm die Zukunft
Katholische Arbeitnehmer-Bewegung
Netzwerk Grundeinkommen
Pro Bürgergeld
Günter Sölken, Initiator der 1. Woche des Grundeinkommens
SPD-Kreisverband Rhein-Erft
Technik und Leben e.V., Bonn
Susanne Wiest

Behindern Tafeln soziale Grundrechte?

Seit 1993 habe sie sich rasant ausgebreitet, heute gibt es über 800
von ihnen in Deutschland: die "Tafeln". Tafeln sammeln mit
Unterstützung von unzähligen freiwilligen HelferInnen
unverkäufliche Lebensmittel ein, um sie an bedürftige Menschen zu verteilen.
Ist diese beinahe schon flächendeckende Versorgung ein
zivilgesellschaftlicher Erfolg oder Rückkehr zur Armenspeisung des
19. Jh, die den Rückzug sozialstaatlicher Leistungen befördert
anstatt eine ausreichende soziale Grundsicherung einzufordern? In
der Tat verweisen Gegner einer Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze
auch auf das Angebot von Tafeln und Kleiderkammern. Hartz-IV-
Beziehende selbst hören immer öftervom JobCenter, wenn das Geld
nicht zum Leben reiche, könnten sie ja zur Tafel gehen.
Der Soziologe Prof. Dr. Stefan Selke setzt sich in einem kürzich
erschienen Erfahrungsbericht* kritisch mit der "Vertafelung der
Gesellschaft" auseinander. Er strebt eine Politisierung der
Tafelbewegung an, um den Abbau sozialer Grundrechte zu bekämpfen.
Seine Website www.tafelforum.de bietet Hintergrundinformationen zu seinen Thesen und Raum für die Diskussion.
* Stefan Selke: Fast ganz unten - Wie man in Deutschland durch die Hilfe von Lebensmitteltafeln satt wird. Stefan Selke, 2009, 2.
Auflage, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster. ISBN 978-3-89691-754-6

Samstag, 18. April 2009

Interkulturelle Gärten

In Gemeinschaftsgärten wächst weit mehr als nur selbstherangezogenes Gemüse, es entsteht oft ganz nebenbei eine Gemeinschaft, die im sozialen Miteinander Kommunikations- und Integrationsprozesse ermöglicht. Gemeinschaftsgärten gibt es weltweit. Die Idee der Gemeinschaftsgärten geht auf die sogenannten Community Gardens zurück, die seit den 1970er-Jahren v.a. in New York entstanden sind. Auf brachliegenden Flächen wurden damals erste gemeinschaftlich getragene Projekte im Stadtteil gegründet, die nicht nur neue grüne Freiräume inmitten von einem bebauten und urbanen Umfeld darstellten, sondern außerdem zu einer Revitalisierung und Aktivierung des Stadtteils führten.
Eine ganz bestimmte Form von Gemeinschaftsgärten stellen die sogenannten Interkulturellen Gärten in Deutschland dar, die sich an der Projektidee und den Projektzielen der Internationalen Gärten in Göttingen orientieren. Mitte der 1990er-Jahre hatten Frauen aus Bosnien, die aufgrund des Krieges ihre Heimat verlassen mussten, die Idee, auch in Deutschland wieder Gärten zu pflegen. Das erfolgreiche Konzept wurde zu einem Modellprojekt für viele weitere Interkulturelle Gärten,
die in Folge in Deutschland entstanden sind und seit kurzem auch in Österreich zu blühen beginnen.
Einen Überblick gibt das Heft Sustainable Austria Nr. 46 März 2009, erhältlich bei SOL Menschen für Solidarität, Ökologie und lebenstil) www.nachhaltig.at. Einen download gibts unter www.nachhaltig.at/SusA46.pdf

Wirtschaft jenseits des Wachstumszwangs

In der Ausgabe 1/2009 von pro zukunft der Robert-Jungk-Bibliothek in Salzburg werden sechs Bücher zum Thema besprochen:
P.M., Neustart Schweiz, So geht es weiter, Zürich, Edition Neupunkt 2008
Exner u.a., Die Grenzen des Kapitalismus, Wie wir am Wachstum scheitern, Wien, Überreuter 2008
Giegold/Embshoff, Solidarische Ökonomie im globalisierten Kapitalismus, Hamburg, VSA 2008
Oliver Ressler, Alternative Ökonomien, Alternative Gesellschaften, Wien, Promedia 2008
Siefkes, Beitragen statt tauschen, Neu-Ulm, AG SPAK Bücher 2008
Schräder, wohin wollen wiwr gehen? Neu-Ulm, AG SPAK Bücher 2008
Richter/Spiegel, Die Kraft der würde, Bielefeld, J. Kamphausen 2008
Dazu gibt es eine reihe von links und natürlich noch weitere Buchbesprechungen. Bestellungen über http://www.jungk-bibliothek.at/

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